Petzold liefert reihenweise Bestleistungen

Starke Leistungen boten die in der LG Staufen startenden HSB-Leichtathleten bei den deutschen Mehrkampfmeisterschaften: Dominik Petzold als Siebter in der Einzelwertung und Karen Dempewolf mit der Bronzemedaille in der Mannschaftswertung trumpften bei den U-16-Titelkämpfen in Bernhausen auf, Manuel Klusik (U 20) wurde in Lage Vierter mit dem Team.

Den „Wettkampf seines Lebens" zeigte Dominik Petzold in Bernhausen auf den Fildern. Bei der Vorbereitung mit seinem Trainer Valerji Wolf lief „alles nach Wunsch" und so ging der 14-jährige Gerstetter hoch motiviert in seine erste deutsche Meisterschaft. „Es war schon etwas anderes als die bisherigen Wettkämpfe und beim 100-Meter-Lauf war ich etwas nervös, aber dann ging's und mit den Konkurrenten habe ich mich eigentlich gut verstanden", berichtet Petzold, der in neun Disziplinen sieben (!) neue Bestleistungen aufstellte.

Besonders gut lief es unter anderem im Hochsprung, bei dem der HSBler seine Bestmarke auf 1,87 Meter schraubte. Auch das intensivierte Hürdentraining zahlte sich aus, über die 80 Meter Hürden kam er in sehr guten 12,85 Sekunden ins Ziel und verbesserte seine Bestzeit sogar um sieben Zehntel.

Weitere Bestleistungen waren die 13,43 Meter im Kugelstoßen, 5,95 Meter im Weitsprung, 43,11 Meter im Speerwerfen, 12,15 Sekunden über 100 Meter und die 3:03,66 Minuten im 1000-Meter-Lauf. Mit ausgezeichneten 5275 Punkten belegte Petzold am Ende Rang sieben in der Altersklasse M 15, wobei der Abstand zur Bronzemedaille lediglich 101 Punkte betrug.

Für den HSBler stehen nun noch ein Länder-Vergleichskampf und die deutsche Schülermannschaftsmeisterschaft an, dann folgt eine kleine Pause und anschließend die Vorbereitung auf die Hallensaison. Nächstes Jahr wird's für den jungen Athleten, der kommenden Monat seinen 15. Geburtstag feiert, sicher schwer, bis zur deutschen Meisterschaft rückt er in die Altersklasse U 18 auf und muss dann einen Zehnkampf (die 400 Meter kommen noch hinzu) absolvieren. „Mein Ziel ist es, das beste aus mir raus zu holen und mich wieder für die DM zu qualifizieren", sagt Petzold, der die Sache meist recht locker nimmt. Sogar so locker, dass er nebenher noch Handball beim TSV Dettingen spielt. Wird die Belastung da nicht zu groß? „Noch geht's, falls nicht mehr, hätte aber schon die Leichtathletik Vorrang", erklärt Petzold.

Karen Dempewolf stellte in Bernhausen ihre Vielseitigkeit unter Beweis und holte zusammen mit ihren LG-Staufen-Kolleginnen Elisa Lechleitner und Leonie Riek ihre erste Bronzemedaille bei den deutschen Meisterschaften. Das Trio kam auf 10 688 Punkte. In der Einzelwertung durfte sich Dempewolf im Siebenkampf mit 3410 Punkten über Platz 21 freuen. In allen Disziplinen zeigte sie konstant gute Leistungen, wobei ihre 12,85 Sekunden über die 80 Meter Hürden die meisten Punkte brachten.

Die U 20 ging im westfälischen Lage an den Start. Dort herrschten zum Ausklang einer langen und kräftezehrenden Wettkampfsaison keine einfachen Bedingungen. Bei sonnigem Wetter, aber extrem starkem und böigem Wind wurden vor allem die Laufwettbewerbe beeinträchtigt.

Manuel Klusik erwischte im Zehnkampf einen guten ersten Tag und durfte mit 6,41 Meter im Weitsprung und 1,85 Meter im Hochsprung zufrieden sein. Die weiteren Leistungen blieben im Rahmen des erwarteten, am Ende erreichte der HSBler mit 5469 Punkten Rang 22 in der Einzelwertung. Nicht optimal verlief hingegen die Vorbereitung der U-20-Mannschaft der LG Staufen: Verletzungsbedingte Ausfälle verhinderten eine systematische Vorbereitung, trotzdem kämpften Maximilian Wolf, Michael Kucher, Robin Breymaier und Manuel Klusik mit tollem Teamgeist bis zum abschließenden 1500-Meter-Lauf noch um die Bronzemedaille.

„Auch wenn die 18 401 Punkte am Ende nicht ganz reichten, muss man sich über einen vierten Platz nicht ärgern, wenn man so toll gekämpft hat", lautete die einhellige Meinung des Trainerstabes um Lutz Dombrowski und Valerji Wolf.