Derby bei der TSG

TSG Schnaitheim - hsb 40:25 (22:11)

hsb verliert nach enttäuschender Leistung verdient in Schnaitheim

Die Heidenheimer Handballer gingen nach zuletzt 9:1 Punkten in Serie durchaus selbstbewusst in die Begegnung mit den in der Tabelle direkt vor ihnen auf Platz 5 plazierten Schnaitheimern. Die Heidenheimer Vorstädter konnten jedoch eine noch bessere Siegesserie aufweisen und gingen nicht zuletzt aufgrund des Heimvorteils als Favorit in die Begegnung.

Den besseren Start in die Partie hatte die TSG, die schnell 4:1 vorlegte. Die Schnaitheimer zeigten schon in dieser Phase eine sehr stabile 6:0 Deckung, deren Hauptaugenmerk darin lag, die Mitte zuzumachen und Anspiele an den Kreis zu verhindern. Da es dem hsb nicht gelang aus dem Rückraum den nötigen Druck zu erzeugen und er zudem sein Angriffsspiel nicht breit genug anlegte, ging das Konzept der Hausherren auf. Immer wieder scheiterte der hsb im Block, oder es blieben Kreisanspiele in der Abwehr hängen. Die TSG bestrafte dies konsequent und erzielte viele Tore im Tempogegenstoß. Der hsb war sichtlich beeindruckt von der guten Leistung der TSG und vergab seinerseits gute Möglichkeiten sowohl vom Kreis, als auch von Außen. Nach gespielten 13 Minuten war die TSG schon vorentscheidend auf 11:4 weggezogen und Trainer Sauer versuchte mit einer Auszeit den Spielfluss der TSG zu unterbrechen. Mit neuen Rückraumspielern versuchten die Heidenheimer nun das Spiel nochmal zu drehen. Doch leider suchten auch diese immer wieder den Erfolg über das Zentrum anstatt die Nahtstelle zwischen Halb- und Außenspieler anzugreifen. Im Gegensatz hierzu agierte die TSG in ihrem eigenen Angriff mit langen Kreuzungen und schaffte es so, den Mittelblock des hsb immer wieder auseinanderzureißen. Da die TSG in diesem Spiel auch auf der Torwartposition deutliche Vorteile hatte war die logische Folge ein überdeutlicher 22:11 Vorsprung für die Hausherren.

Nach der Pause wechselte die TSG munter durch und damit kamen die Heidenheimer etwas besser ins Spiel. Hauptverantwortlich hierfür war Florian Biebl der nun immer wieder mit Dampf auf die Deckung ging und auch den großgewachsenen Innenblock der Hausherren überwinden konnte. Leider konnte er mit seinem Engagement nur noch Tobias Stegmeier mitreißen, der ebenfalls kämpferisch überzeugte. Der Rest des hsb-Teams agierte weit unter seinen Möglichkeiten und so wurde es nichts mit einer Aufholjagd. In der 51 igsten Spielminute kam es beim Spielstand von 34:22 dann zum bis dahin ersten unglücklichen Aktion. Tobias Stegmeier wurde beim Wurf von Außen sehr unglücklich attakiert und die Schiedsrichter entschieden zurecht auf eine direkte rote Karte gegen die TSG. Nun erhitzten sich die Gemüter, obwohl das Spiel schon lange entschieden war. Nach einer Zeitstrafe gegen den hsb kam es zw. Schiris und Bank zu einer Diskussion und die Schiris gaben nochmals eine 2-Minuten Strafe gegen den hsb. Allerdings war nicht ersichtlich, gegen welchen Spieler die Strafe ausgesprochen wurde und die Schiris pfiffen das Spiel an, ohne dies anzuzeigen. Da zu diesem Zeitpunkt noch 5 Spieler auf dem Spielfeld standen, verhängten die Unparteiischen gleich noch eine dritte Zeitstrafe, so dass der hsb beim Spielstand von 36:25 nur noch mit 3 Feldspielern agierte. Die TSG nutzte die folgende 6:3 Überzahl und erhöhte in 2 Minuten zum 40:25. Leider kam es dann eine Minute vor Ende zum unrühmlichen Höhepunkt des Spiels. Der einlaufende Außenspieler des hsb wurde von einem Abwehrspieler der TSG mit dem Ellenbogen am Hals getroffen. Daraufhin kam es zum Gerangel. Die Folge war eine direkte rote Karte mit Bericht gegen die TSG für das überharte Foul und eine direkte rote Karte mit Bericht gegen einen hsb-Spieler, der den foulenden TSG Spieler im Anschluss weggestoßen hatte.

Leider überschattete diese Szene eine ansonsten sehr faire Begegnung, die die TSG deutlich und verdient für sich entscheiden konnte. Für den hsb gilt es die Lehren aus dieser Begegnung zu ziehen, sich wieder zu sammeln um die nächsten Aufgaben konzentriert und hochmotiviert anzugehen. Schon nächsten Samstag wartet mit dem TV Brenz der Meisterschaftsfavorit auf die Heidenheimer.

M. Kost, M. Bosch, W. Halsner 2, A. Sabouni, M. Valeczky, T. Baur 1, T. „Ujah" Baur 6/4, F. Biebl 8, T. Uhl 3, V. Fres, K. Mpouras 1, M. Hug 1, E. Marker 1, T. Stegmaier 2

Zuschauer: 450


TSG - hsb Derby 16.01.16