Derby gegen TV Brenz

hsb – TV Brenz 24:28 (10:14)

hsb muss sich nach hartem Kampf cleveren Gästen geschlagen geben

Für die Heidenheimer galt es zu allererst einmal, sich für die indiskutable Leistung in Schnaitheim vor Wochenfrist zu rehabilitieren. Dies gelang den Hausherren voll und ganz. Denn an mangelndem Einsatzwillen oder fehlendem Kampfgeist lag es nicht, dass es nicht gelang, dem Meisterschaftsfavoriten aus Brenz die Punkte streitig zu machen. Viel eher muss sich der hsb den Vorwurf gefallen lassen, dass man in der entscheidenden Phase nicht einen kühlen Kopf bewahrte und die durchaus vorhandene Chance zum Punktgewinn etwas leichtfertig vergeben hat.

Den Start in die Begegnung verschliefen die Heidenheimer ähnlich wie in der Vorwoche. Die hsb Abwehr agierte zu defensiv und Brenz traf zweimal aus dem Rückraum. Dann fand der TV den Kreisläufer, der nur durch ein Foul gebremst werden konnte und durch den fälligen 7-Meter ging Brenz mit 0:3 in Führung. Doch nun agierte der hsb zumindest im Angriff mit mehr Konsequenz. Mit viel Bewegung wurde der Ball nun schnell gemacht und nach gespielten 9 Minuten war der 5:5 Ausgleich geschafft. Leider zeigte sich die Abwehr der Hausherren weiterhin nicht auf der Höhe. Vor allem gegen den starken Rückraum der Gäste agierten die Abwehrspieler zu zaghaft und vor allem Martin Mäck münzte die Freiräume in Tore um. Vorerst konnten sich die Gäste jedoch nicht absetzen, da der hsb immer wieder schnell nach vorne spielte und die Gästeabwehr immer wieder überraschte. Nach 17 Minuten lag der hsb nur 8:9 in Rückstand, um sich dann jedoch seine obligatorische Schwächephase zu nehmen. Die Gäste profitierten in dieser Phase von etlichen technischen Fehlern und „Fahrkarten" der Hausherren und zogen bis zur Phase auf 10:14 weg.

Auch der Start in die 2. Halbzeit wurde vom hsb verschlafen. Gegen die offensive 5:1 Deckung der Gäste agierte der hsb-Rückraum mit zu wenig Bewegung ohne Ball und verzettelte sich immer wieder in 1:1 Situationen. Die Folge waren Ballverluste und unvorbereitete Würfe, die von den Gästen in eine 11:18 Führung umgemünzt wurden. Dann jedoch brachte der hsb neue Kräfte im Rückraum und agierte mehr ohne Ball. Der TV bekam zusehends Probleme und vor allem Edgar Marker sorgte mit 3 Toren in 3 Minuten dafür, dass der Rückstand auf 15:19 abschmolz. Brenz fand dann jedoch wieder besser in die Partie und zog auf 15:21 weg. Allerdings agierte die Offensive des hsb nun immer druckvoller und beim 20:22 war die Begegnung wieder vollkommen offen. Beide Mannschaften kämpften verbissen um jeden Ball und Brenz legte immer wieder einen Treffer vor, um postwendend wieder den Ausgleich zu bekommen. Über 21:23 und 22:24 bog die Begegnung beim 23:25 vier Minuten vor Ende in die entscheidende Phase ein. In der 57 igsten Minute hatten die Gäste die Chance per 7-Meter auf 3 Tore wegzuziehen, doch versagten dem Werfer die Nerven. Der hsb spielte direkt im Anschluss daran seinen Kreisläufer frei und der bekam einen völlig unbedrängten Wurf. Doch auch diese Großchance wurde ausgelassen und die Gäste nutzten den Ballgewinn zum schnellen Tempogegenstoß und erhöhten auf 23:26. Der hsb kämpfte unverdrossen und erzielte knapp 20 Sekunden später wieder den 24:26 Anschluss. Brenz spielte dann noch eine Minute von der Uhr herunter und nahm eine Minute vor Ende die Auszeit. Gegen eine nun extrem offensive Deckung des hsb erzielte Brenz dann das entscheidende 24:27 und nach einem schnell und unkonzentriert abgeschlossenen Angriff des hsb dann das finale 24:28.

Der TV Brenz nimmt damit nicht unverdient die beiden Punkte mit nach Hause, da das Team eindeutig routinierter agierte als die Hausherren. Der hsb kann jedoch für sich in Anspruch nehmen, gegen den Meisterschaftsfavoriten das Spiel sehr lange offen gehalten zu haben und hat mit dieser Leistung durchaus Chancen, in den nächsten Spielen zu punkten.

M. Kost, M. Bosch, W. Halsner 3/1, M. Valeczky, T. „Ujah" Baur 4/1, B. Somogyi, T. Stegmeier 1, F. Biebl 4, T. Uhl 2, V. Fres 1, K. Mpouras 1, M. Hug 3, E. Marker 5

Zuschauer: 300